Bildkritik: Topf hinter Tür

Zwei Touristen mit Handgepäck laufen an der offenen Tür eines Pizza-Burger-Falafel-Bistros am Istanbuler Flughafen vorbei. Die Hintertür ist dabei etwas geöffnet und gibt den Blick frei auf einen Stuhl auf dem ein Topf – vermutlich zum Abkühlen – abgestellt ist.

Das quadratische Format ergibt einen kompakten Raum, in dem die Dinge wohl geordnet vorliegen. Das Bistro nimmt etwas mehr als die Hälfte des Bildes ein und kommt aus der Ecke oben links. Die gegenüber liegende Ecke wird von der vorbeigehenden Person gefüllt, während die fotografierende Person unten zentral eine Linie mit dem Topf auf dem Stuhl bildet. Die zwei anderen Ecken bleiben dabei frei und geben dem Bild etwas Luft zum Atmen.

Die Bildqualität ist durch die Zoom-Aufnahme eines Smartphones der Mittelklasse nicht die Beste, trotzdem können alle relevanten Elemente des Bildes gut identifiziert werden.

„Fokus auf atmosphärische Bildkompositionen” – KI Künstlerkritik

Ein Jahr ist seit der letzten KI-Kritik vergangen. Mit einem aktualisiertem Prompt und einer anderen KI (dieses Mal Gemini statt ChatGPT) wird nun wieder kritisiert. Der Prompt:

Bitte schreibe eine kurze Portfoliokritik über den Künstler Leo Khiwi basierend auf diesen Seiten: https://pixelfed.de/leokhiwi und www.leokhiwi.de 

Maximale Textlänge: 900 Zeichen.

Das Ergebnis:

Portfoliokritik: Leo Khiwi

Leo Khiwis Online-Präsenz zeigt das Profil eines ambitionierten Fotografen mit einem klaren Fokus auf atmosphärische Bildkompositionen.

Stärken: Die Arbeiten überzeugen durch ein feines Gespür für Lichtstimmungen und visuelle Reduktion. Seine Pixelfed-Galerie fungiert als gelungener, dynamischer Feed, der durch Authentizität und handwerkliche Solidität besticht. Die eigene Website leokhiwi.de bietet theoretisch den idealen Raum für eine kuratierte, ablenkungsfreie Präsentation.

Kritik & Potenziale: Der größte Schwachpunkt liegt in der Verknüpfung und Struktur. Während Pixelfed als digitales Skizzenbuch funktioniert, fehlt auf der Hauptwebsite eine klare narrative Führung (Storytelling). Die Trennung zwischen Experimenten und den stärksten Arbeiten (Highlights) verschwimmt. Zudem leidet die User Experience unter minimalen Ladezeiten und einer teils unklaren Kategorisierung.

Fazit: Starke visuelle Basis. Mehr Kuration auf der Website würde die künstlerische Identität schärfen.

Bildkritik: Taubengedränge

Tauben auf einer Treppe, nahe an einem Gewässer.

18 Tauben zähle ich auf diesem Bild, die sich mehr oder weniger in einem Gedränge befinden. Worum gerangelt wird ist durch die Masse an Vögeln nicht ersichtlich.

Die Taube mit den geöffneten Flügeln scheint etwas verspätet zu sein, sonst müsste sie nicht mit ihrer ganzen Flügelspannweite ins Gedränge eingreifen.

Kalender 2026

Das Jahr ist vergangen, es beginnt ein neues Jahr. Für das Jahr 2026 n. Chr. gibt es nun ausgewählte Bilder, die jeden einzelnen Monat begleiten, sowie ein Deckblatt. Diese dreizehn Bilder wurden alle mit einem mobilen Telefon mit integrierter Kamerafunktion fotografiert und haben so teilweise einen schnappschussartigen Charakter. Es folgen nun die einzelnen Bilder mit einer jeweils kurzen Beschreibung.

Titelbild: ein 6er-Pack Äpfel. Außen schön rot, innen manchmal doch nicht so hübsch wie von außen.
Januar: das Jahr beginnt – wohin geht’s? Was wird verlassen?
Februar: herzliche Glückwunsch!
März: das blaue Band des Frühlings in der Luft?
April: viel vorgenommen, manchmal doch zu nix gekommen.
Mai: da wo das Jahr am schönsten ist.
Juni: mal im Aquarium abtauchen.
Juli: ohne die Sommerschwüle ist das Bild im Nachhinein ganz hübsch.
August: Sommerloch.
September: alles wird reif und wird gegessen.
Oktober: die Sonne steht tiefer und trifft mehr oder weniger interessante Objekte im Stadtgewirr.
November: zurück ins Warme.
Dezember: das Jahr ist vorbei, jetzt noch die Pflanze ins nächste Jahr retten.

Almere am Sonntagmorgen

Ein kurzer Spaziergang an einem nebligen Sonntagmorgen in Almere (Niederlande) führte zu den folgenden Bildern, die mit dem Smartphone gemacht wurden. Die Bildqualität ist begrenzt gut, dafür ist die Komposition etwas besser.

Bild 1: Linkskurve eines Fußwegs und wohl platzierte Straßenlampen.

Bild 2: Ordentlich angeordnete Ampeln mit etwas zu viel Himmel.

Bild 3: Straßen-S vor nebliger Baumgruppe umrahmt vom Baum im Vordergrund.

Baustelle und Flasche in Zürich

An einem Sommertag im August hatte ich die Gelegenheit ein paar Stunden in Zürich zu verbringen. Unter anderem war ich etwa eine Stunde im Bereich der Bahnhofsstraße unterwegs. Eine separate Kamera hatte ich nicht dabei, deshalb kam die Smartphonekamera zum Einsatz.

Zwei wiederkehrende Motive, tauchen rückblickend in meinen Fotos auf: Baustellen und leere Trinkgefäße. Beiden Motiven ist gemeinsam, dass sie auf die Vergänglichkeit der Dinge hindeuten. Eine Baustelle an sich ist (hoffentlich) vergänglich und führt von einem Zustand in den nächsten. Trinkgefäße sind erst voll, dann leer, der Durst gelöscht und die Flasche stehen gelassen.

Zwei Beispiele aus Zürich:

Die runde Sonne scheint sich in den Klebresten auf dem Kopf des Bauarbeiters zu wiederholen.

Die Flasche wurde passend in die Rundung des Bogens hinein platziert.

Bildkritik: Sie verlassen jetzt Sprötze

Dies ist ein Bild, das aus vielen Restriktionen heraus entstanden ist:

  • Zeit: aufgrund äußerer Umstände konnte der Fotospaziergang erst nach Sonnenuntergang unternommen werden und war zeitlich begrenzt.
  • Mobilität: mit dem Verkehrsmittel “Füße” war der Ortsausgang das Ende der Reise.
  • Werkzeug: mit der Fuji X100 (erste Generation) ist nur eine Brennweite verfügbar.

Im Bild selbst ist zu sehen, wie das wegfahrende Auto erst die Straße und das Ortsschild beleuchtet, um dann anschließend mit einem roten Lichtschweif den Ort zu verlassen. Um all das Licht einzusammeln wurde die Blende 10 Sekunden lang geöffnet.

Ein anderes Internet

Es gibt das Problem der „enshittification“ von großen Plattformen:

Here is how platforms die: first, they are good to their users; then they abuse their users to make things better for their business customers; finally, they abuse those business customers to claw back all the value for themselves. Then, they die.

Das oben genannte Problem ist systemisch und als einzelne Person man kann nicht viel dagegen tun. Ein paar Vorschläge gibt es trotzdem, zum Beispiel einen RSS Feed erstellen und so seinen Medienkonsum zu kuratieren.

Im Zuge der vorangegangenen Lektüre habe ich weitere Blogs gefunden, die über “small web” reden, sich Gedanken über verschwundene Webseiten machen und allgemein Vorschläge machen, wie man Webseiten gestaltet.

Nebenbei versuche ich auch die Beziehung zu den Datenkraken zu reduzieren.

Bildkritik: Baum im Frühling

Unterwegs mit dem Fahrrad auf einem alten Bahndamm: Der Tag neigt sich dem Ende zu und die Sonne geht in den Sinkflug über. Ein Baum steht am Hang, ganz allein. Es ist eine Kastanie, die auf einen guten Sommer hofft. Ein Sommer mit genügend Regen und viel Sonne, so dass die Blätter nicht schon im Juni welken und im August vertrocknet abfallen müssen.

So war das. Fotografiert wurde das ganze mit einem Samsung Smartphone A42 und etwas nachbearbeitet mit der App Snapseed.

Baum im Frühling