Schlagwort: Journalist

  • Was habe ich bei meiner ersten fotografischen Begleitung einer (Fahrrad-)Demo gelernt?

    Vorbereitung

    • Batterien aufladen
    • Speicherkarten formatieren
    • Entscheidung für ein Objektiv: 14-140mm
    • Vor Beginn der Demonstration ankommen

    Vor Ort

    Es war ein großer Platz mit vielen Fahrrädern und einer Bühne. Auf der Bühne wurden Reden gehalten und es war auch das Zentrum der Aufmerksamkeit. Daneben gab es Mülleimer, die stabil genug waren für mich um darauf zu stehen. Dadurch konnte ich über die Menge blicken.

    Durch die Wahl meines Objektives war ich sehr flexibel und konnte zwischen weitwinkeligen und sehr gezoomten Aufnahmen hin und her wechseln ohne das Objektiv zu tauschen.

    Nachbearbeitung

    Die Nachbearbeitung der Bilder musste relativ schnell gehen, da diese zeitnah veröffentlich werden sollten. So habe ich aus den rund 400 Bildern eine erste Auswahl mit etwa 100 Bildern getroffen und anschließend bei der Bearbeitung nochmals gefiltert und bin schließlich bei rund 60 Bildern gelandet. Diese 60 Bilder habe ich dann per Google-Drive an die verantwortlichen Personen übermittelt.

    Die Bearbeitung war relativ einfach. Meist ging es darum einen passenden Bildausschnitt zu wählen, den Kontrast ein wenig zu erhöhen und die Farben ein bisschen intensiver scheinen zu lassen. Eine Schwierigkeit bei der Bildbearbeitung waren die stark wechselnden Lichtverhältnisse (bewölkt, direkter Sonnenschein). Dadurch sind einige Bilder etwas dunkel geworden, andere leuchten stark.

    Was habe ich gelernt?

    • Wieder habe ich vergessen aus der 4. Richtung den Platz zu fotografieren.
    • Das Objektiv war von der Brennweitenflexibilität her gut, aber etwas „billig“. Die Bilder waren nicht super-scharf und auch konnte ich bei F4.0 – 5.6 nicht richtig Motive freistellen.
    • Die Höhe vom Mülleimer hat nicht ganz gereicht um die „Menge“ der Demonstranten zu zeigen. Eine noch höhere Position wäre schön gewesen, wäre auch möglich gewesen, ich habe es schlicht vergessen…
  • Was habe ich bei meinem ersten journalistischen Einsatz gelernt?

    Vorgeplänkel

    Wie bereits beschrieben, bin ich nun fotographisch und ehrenamtlich für eine Obdachlosenzeitung unterwegs. Nun war mein erster Einsatz. Das zu dokumentierende Projekt ist ein Bauwagen mit Küche, an dem kostenlos bzw. gegen eine kleine Spende Mittagessen ausgegeben wird. Außerdem gibt es auf dem Areal drumherum Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche.

    Mit dabei hatte ich folgendes Equipment:

    • Olympus OM-D E-M 10
    • 20mm Lumix Objektiv + Graufilter + Gradientenfilter
    • 45mm Olympus Obektiv

    Auftragsliste, Fotos von:

    • Koch/Köchen
    • Essensausgabe
    • Mittagessen
    • Areal mit Personen, die unterschiedlichen Aktivitäten nachgehen

    Vorbereitung:

    • Wetter: Termin so gewählt, dass die Regenwahrscheinlichkeit niedrig war
    • Batterien aufgeladen
    • Genügend Speicherplatz

    Einsatz vor Ort

    Das habe ich gemacht:

    • viele Fotos
    • teilweise an Gesprächen teilgenommen, dann wieder losgezogen um Fotos zu machen
    • auf Pfosten gestiegen um einen anderen Blickwinkel einzunehmen
    • das Gelände von drei Seiten her fotografiert
    • Portraits von Einzelpersonen gemacht
    • Häufig das Objektiv gewechselt zwischen den 20mm und den 45mm

    Das habe ich nicht gemacht:

    • auf die Einstellung schauen: Zwei, drei Mal habe ich im A-Modus die Blende eingestellt und dann einfach nicht mehr darauf geachtet. Einmal noch die Belichtungskorrektur verwendet.
    • die vierte Seite fotografieren: schlicht vergessen…
    • über Kamera/Technik gesprochen: hat schlicht keinen interessiert

    Fazit:

    Vor Ort passieren die Dinge schnell. Die Menschen sind mit ihren eigenen Dingen beschäftigt und haben wenig bis keine Zeit und Lust für Fotos zu posieren. Also muss alles schnell bzw. unauffällig geschehen. Somit wird die Vorbereitung umso wichtiger. Auch wären wahrscheinlich nicht so viele Objektivwechsel nötig, sondern ich hätte einfach zwei Abschnitte machen können, einen mit dem 20mm-Objektiv und einen anderen Abschnitt für die Portraits mit dem 45mm-Objektiv. Außerdem nicht vergessen: zurückschauen und nochmal prüfen ob aus allen Blickwinkeln fotografiert wurde. Insgesamt kann man sagen: schön und lehrreich wars.