Kategorie: Foto

Bildkritik: Topf hinter Tür

Zwei Touristen mit Handgepäck laufen an der offenen Tür eines Pizza-Burger-Falafel-Bistros am Istanbuler Flughafen vorbei. Die Hintertür ist dabei etwas geöffnet und gibt den Blick frei auf einen Stuhl auf dem ein Topf – vermutlich zum Abkühlen – abgestellt ist.

Das quadratische Format ergibt einen kompakten Raum, in dem die Dinge wohl geordnet vorliegen. Das Bistro nimmt etwas mehr als die Hälfte des Bildes ein und kommt aus der Ecke oben links. Die gegenüber liegende Ecke wird von der vorbeigehenden Person gefüllt, während die fotografierende Person unten zentral eine Linie mit dem Topf auf dem Stuhl bildet. Die zwei anderen Ecken bleiben dabei frei und geben dem Bild etwas Luft zum Atmen.

Die Bildqualität ist durch die Zoom-Aufnahme eines Smartphones der Mittelklasse nicht die Beste, trotzdem können alle relevanten Elemente des Bildes gut identifiziert werden.

Bildkritik: Taubengedränge

Tauben auf einer Treppe, nahe an einem Gewässer.

18 Tauben zähle ich auf diesem Bild, die sich mehr oder weniger in einem Gedränge befinden. Worum gerangelt wird ist durch die Masse an Vögeln nicht ersichtlich.

Die Taube mit den geöffneten Flügeln scheint etwas verspätet zu sein, sonst müsste sie nicht mit ihrer ganzen Flügelspannweite ins Gedränge eingreifen.

Kalender 2026

Das Jahr ist vergangen, es beginnt ein neues Jahr. Für das Jahr 2026 n. Chr. gibt es nun ausgewählte Bilder, die jeden einzelnen Monat begleiten, sowie ein Deckblatt. Diese dreizehn Bilder wurden alle mit einem mobilen Telefon mit integrierter Kamerafunktion fotografiert und haben so teilweise einen schnappschussartigen Charakter. Es folgen nun die einzelnen Bilder mit einer jeweils kurzen Beschreibung.

Titelbild: ein 6er-Pack Äpfel. Außen schön rot, innen manchmal doch nicht so hübsch wie von außen.
Januar: das Jahr beginnt – wohin geht’s? Was wird verlassen?
Februar: herzliche Glückwunsch!
März: das blaue Band des Frühlings in der Luft?
April: viel vorgenommen, manchmal doch zu nix gekommen.
Mai: da wo das Jahr am schönsten ist.
Juni: mal im Aquarium abtauchen.
Juli: ohne die Sommerschwüle ist das Bild im Nachhinein ganz hübsch.
August: Sommerloch.
September: alles wird reif und wird gegessen.
Oktober: die Sonne steht tiefer und trifft mehr oder weniger interessante Objekte im Stadtgewirr.
November: zurück ins Warme.
Dezember: das Jahr ist vorbei, jetzt noch die Pflanze ins nächste Jahr retten.

Almere am Sonntagmorgen

Ein kurzer Spaziergang an einem nebligen Sonntagmorgen in Almere (Niederlande) führte zu den folgenden Bildern, die mit dem Smartphone gemacht wurden. Die Bildqualität ist begrenzt gut, dafür ist die Komposition etwas besser.

Bild 1: Linkskurve eines Fußwegs und wohl platzierte Straßenlampen.

Bild 2: Ordentlich angeordnete Ampeln mit etwas zu viel Himmel.

Bild 3: Straßen-S vor nebliger Baumgruppe umrahmt vom Baum im Vordergrund.

Bildkritik: Sie verlassen jetzt Sprötze

Dies ist ein Bild, das aus vielen Restriktionen heraus entstanden ist:

  • Zeit: aufgrund äußerer Umstände konnte der Fotospaziergang erst nach Sonnenuntergang unternommen werden und war zeitlich begrenzt.
  • Mobilität: mit dem Verkehrsmittel “Füße” war der Ortsausgang das Ende der Reise.
  • Werkzeug: mit der Fuji X100 (erste Generation) ist nur eine Brennweite verfügbar.

Im Bild selbst ist zu sehen, wie das wegfahrende Auto erst die Straße und das Ortsschild beleuchtet, um dann anschließend mit einem roten Lichtschweif den Ort zu verlassen. Um all das Licht einzusammeln wurde die Blende 10 Sekunden lang geöffnet.

Besuch bei Freunden

Ein Besuch bei Freunden bringt neue Eindrücke und zeigt auf freundliche Art und Weise neue Aspekte, wie man sich in seinem kurzen Leben einrichten kann. Zwei Schwerpunkte für diesen Eintrag: Dekoration und Essen. In beiden zeigen sich einzelne, klare Elemente.

Bei der Dekoration sind es frei stehende Lampen; Zimmerpflanzen, die einzeln vor einer weißen Wand stehen oder große schnörkellose Uhren in weiß.

Vom Abendessen wurden folgende Elemente fotografiert: Fleisch vom Tischgrill und einzeln zubereitetes Gemüse; die Zucchinis im Backofen und die frisch gewaschenen Salatblätter.

Kalender 2025

In voller Länge und dennoch kurz gehalten die Beschreibung für die Bilder aus dem Kalender 2025 (gedruckt in einer Auflage von zwei Stück). Wer für 2026 einen gedruckten Kalender möchte kann gerne bis zum 31. Oktober 2025 Bescheid geben.

Titelbild

Das Titelbild für 2025 wird wahrscheinlich nicht lange betrachtet, da das Jahr schon am Laufen ist. Gezeigt wird eine Zimmerpflanze auf einem Hocker neben zwei Steckdosen vor einer dunkelgrünen Wand. Das Bild ist verwackelt, da die „falsche“ Verschlusszeit für die Belichtungsverhältnisse ausgewählt wurde. Aber das Leben ist eben meist nicht ganz eindeutig.

Januar

Im Januar verlässt eine Krähe das Geländer einer Leiter die auf ein Dach führt. Alles Grau in Grau, nur nicht zu viel Farbstimulation zu beginn des Jahres.

Februar

Den kürzesten Monat im Jahr ziert ein etwas schwächeres Bild. Stärker wäre es geworden, wenn die Sonne den abfliegenden Papagei beleuchten würde.

März

Es sollte ein Ausflug zum Sonnenaufgang werden. Der Nebel war aber so dicht, dass keine Sonne zu sehen war. So wurde eben die Blume mit Spinnennetz und den darin kondensierten Wassertropfen fotografiert.

April

Es grünt gar sehr an der Ecke Kirchstraße/Alte Eppelheimer Straße in Heidelberg. Sogar eines der Fahrräder ist grün.

Mai

Im Mai stimmt – im Gegensatz zum Februar – das Licht der Sonne und scheint zwischen den Bäumen genau auf den Fingerhut.

Juni

Alles voller Wasser. Der Himmel genauso wie der Fluss und sogar das Ufer.

Juli

Es geht grün weiter.

August

Auch wenn der Boden versiegelt ist und das Motorrad einen fast überfahren hätte, so ist das kein Grund nicht zu wachsen.

September

Regenbogen.

Oktober

Ein Pilz im Herbst mit Tau auf den Blättern, dem kann sich kein Fotograf entziehen. So wurde dieses Foto gemacht, bearbeitet und nun hier veröffentlicht. Was der Pilz davon hält ist nicht überliefert.

November

Der November ist ähnlich grau und verhangen wie der Januar. Wenn noch kein Schnee gefallen ist, so bleibt doch das wenige Grün der Wiese.

Dezember

Wieder tauchen die Papageien auf, nur dieses Mal als Vordergrund zum bunt erleuchteten Abendhimmel.

Bildkritik: Morgennebel

Unterwegs mit dem Zug in Richtung Süden, kurz vor der Schweiz.

Ein frischer Morgen und eine ruhige Fahrt. Manches Mal ein außerplanmäßiger Halt. So ergibt sich die Gelegenheit eines Schnappschusses.

Davor und danach zerfließt die Zeit und verfliegt die Landschaft. Die Erinnerung daran bereits  verdunstet.

Linien, Schienen, Kabel und grüne Landschaften. Noch etwas Nebel zwischen den Bäumen. Die Sonne beginnt zu strahlen.

Morgennebel.

Bildkritik: Taube vor Sonne

Die Sonne im Spätsommer steht etwas tiefer und kommt auch mitten am Tag nicht mehr ganz über das Gebäude, das an einem großen Platz steht. Auf diesem Platz leben auch viele Tauben. Eine davon fliegt gerade über das Gebäude. Ihr linker Flügel wird von der Sonne hell erleuchtet.

Das Bild wurde mit dem Smartphone aufgenommen und hat deshalb nicht die höchste aller Auflösungen. Um die Taube zu erwischen hat es relativ lange gedauert, auch wenn der Platz voller Tauben war, so wollte doch keine durchs Bild fliegen.

Eine Taube saß auch eine Weile lang auf dem Dach, nur wurde der Moment des Abflugs verpasst. So vergeht manche Gelegenheit im Leben ungenutzt.

Bildkritik: Blatt im Wald

Bevor es an die Kritik an sich geht, einige Daten zum Bild:

  • Blende: f5.6
  • Brennweite: 30.4 mm
  • Belichtungszeit: 1/250s
  • Kamera: Lumix LX100

Los geht’s mit der Besprechung dieses Bildes!

Die Idee war es das helle Blatt im dunklen Wald hervorzuheben. Auf einem kleinen Bildschirm mag das funktionieren, wird das Bild jedoch vergrößert, so fallen einige Dinge auf, die einen ablenken:

  • Der helle linke Bildrand ist überflüssig.
  • Durch das Blätterwerk scheint der Himmel.
  • Einige Blätter im Hintergrund reflektieren so sehr, dass sie „weiß“ erscheinen.
  • Das Blatt, das im Zentrum stehen sollte ist bei genauer Betrachtung unscharf.

So ist es, insgesamt gesehen, ein Bild mit guter Intention, aber mittelmäßiger Ausführung. Es bleibt Raum für weitere Verbesserungen.